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Političtí vězni.cz und Kulturbrücke Fratres präsentieren: Hana Truncová

Wir sind sehr dankbar für die Einladung und Gastfreundschaft - einen Thementag mit der Kulturbrücke Fratres und dem Museum Humanum, den Organisatoren und allen Gästen, zu verbringen. Das Programm zeigte einen Einblick in das Leben von früheren politischen Häftlingen - Frauen, in der damaligen Tschechoslovakischen Republik. Hana Truncova war Teilnehmerin dieses Programmes und beschrieb hier ihre Eindrücke sehr genau.

Eine Herzensangelegenheit? Ein erfüllter Lebenstraum?
JA – eines großen OPTIMISTEN namens Dr. Peter Coreth.

In großer Zeitvorspanne bekam ich eines Tages per Telefon, aber auch per E-Mail, eine Einladung als Zeitzeugin nach Österreich, für den 4. Juli 2015. Ich bin sofort einverstanden gewesen – die  Organisatorin aus Slavonice kannte ich schon einige Jahre, es ist Frau Jana Zoglauer-Vinšová, in guter Erinnerung mit dem Tschechischen Zentrum in Wien, aber auch mit der Einladung nach St. Pölten…

 

Die Zeit hatte sich genähert – ich verschrieb mir vor allem eher meinen festen Willen als alles andere – die Sommerhitze überraschte, ein eventuelles Servis war unverläßlich, die außergewöhnlichen hohen Grade waren zum Reisen eine Plage – deshalb entschied ich in letzter Minute, griff zu meinen Autoschlüsseln, ein Wagen OHNE Klimaanlage, aber mit eigener Zeiteinteilung. Meine Fahrt begann über Mrákotín, wo ich bei meiner Familie bequem übernachten konnte, in den nächsten frühen Morgenstunden eilte ich in Richtung Slavonice – das mittelalterliche Gestein des Hotels Arcada am Platz von Slavonice schützte mich vor der Hitze, der Blick aus dem Fenster auf uralte Häuser zum Teil mit Laubengängen, war eine Entschädigung meiner Reisestrapaze.

 

Später zeigte mir Frau Zoglauer-Vinšová einige kleine Geschäfte mit Handarbeiten im Umkreise des Hotels – am späten Abend spazierte ich alleine durch die alte Stadt – unter Sonnenschirmen saßen junge Leute in verschiedenen Gastronomien bei bester Unterhaltung – eigentlich staunte ich, daß diese Grenzstadt auf tschechischem Boden allen Folgen der Nachkriegszeit standhielt... daß diese Stadt überhaupt noch existiert... gewiß dank des Denkmalschutzes oder gab es DAMALS   auch zwischenmenschliche Beziehungen?

 

Samstag vormittag fuhr ich mit dem Ehepaar Zoglauer zur Exkursion nach Fratres... einige wenige Kilometer durch die öde Landschaft des Grenzgebietes – nur durch die Natur. Die Ortschaft Fratres und ihre eigentlichen Bewohner sind in aller Welt zerstreut – einige wenige bewohnte Dorfhäuser, ein Pfeil nach rechts Museum Humanum eine Durchfahrt durch das alte steinerne Tor in einen romantischen Garten, früher einmal ein viereckiges Bauerngut, wo die Gebäude noch heute an alte Familiengehöfte mit guten Nachbarbeziehungen erinnern, auch an schwere Arbeit, Liebe zur Natur, zu Tieren und dem Leben am Lande.

 

Einige Treppen zum Wohnhaus, wo uns der HERR des Hauses begrüßte, der sich hier seinen Lebenstraum erfüllte, Gefilde für seine umfangreiche Museumssammlung fand, die durch alle Zeiten der Weltgeschichte führt, wo in früheren Ställen nur die dicken Säulen blieben, ein neuer Steinfußboden, Vitrinen beiderseits, eine dementsprechende Beleuchtung, im letzten der Räume erwartete uns eine Ausstellung – TAPISSERIEN GEGEN DAS VERGESSEN – von der Künstlerin Jana Zoglauer-Vinšová.

 

Mein Fotoapparat konnte nicht alles dokumentieren, das ich in meinem Herzen – in der Seele, fühlte – ich war unter Druck meiner Gefühle, der Liebe zum Grenzgebiet, der Achtung – DAS für spätere Generationen zu erhalten, das frühere Generationen geschaffen haben... auf winziger Fläche die Entwicklung der Welt zu begreifen und ebenso das großzügige Werk des Herrn Dr. Peter Coreth.

 

Das Nachmittagsprogramm eröffnete Frau Jana Zoglauer-Vinšová, das Referat vom Historiker  Tomáš Bouška informierte über die neuliche Enthüllung des renovierten Steges der Hölle von Jáchymov – Joachimsthal, über Neuzeitgeschichte der Tschechischen Republik, weiter erzählte aus ihrem Leben die Zeitzeugin Hana Truncová. Es folgte die Vernissage der Tapisserien von Jana Zoglauer-Vinšová mit viel Gefühl ausgedrückter Neuzeitgeschichte in ihrer Handarbeit über frühere politische Häftlinge, Zeitzeugen der Tschechischen Republik.

 

Ein Video-Programm der Platform Političtí vězni.cz dokumentiert das Schicksal eines früheren politischen Häftlings namens Karla Charvátová „ K. Ch.“ mit folgender Diskussion und großem Interesse der Zuhörer.

 

Alle Mitwirkenden waren mit reichem Applaus beschenkt, auch der Herr des Hauses – ebenso wurde den Zuhörern, Zuhörerinnen von weit und breit gedankt, die mit großem Interesse die Kulturbrücke Fratres vom Länderdreieck Österreich, Böhmen, Mähren in Fratres weiterbauten.

 

Eines der vielen Treffs auf  dem Boden der Kulturbrücke Fratres beendete das Konzert des Solo-Cellisten des Wiener Kammerorchesters Jonáš Krejčí – Violoncello und des britischen Gitarristen und Songwriters Justin Lavash – Gitarre. Die feierliche Improvisation unter Verwendung klassischer Musik und Stilmittel, huldigte beide mutigen Frauen, die das heutige Programm mit ihren Erzählungen bereicherten.

 

Hana Truncová – Johnová, im Sommer 2015

 

Karel Schwarzenberg für Kulturbruecke Fratres:

 

Jonáš Krejčí und Justin Lavash:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
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